Augenarzt Dr. med. univ. Arno B. Sailer
Augenarzt Dr. med. univ. Arno B. Sailer

Filler (Augmentation)

Hyaluronsäure (Glucuron und Glucosamid = Disaccharid = Zucker)

In der Haut nimmt die Konzentration von Hyaluron(säure), welches viel Wasser binden kann, mit zunehmendem Alter stark ab. Das Bindegewebe der Haut speichert also weniger Wasser – die Haut wirkt dadurch unelastischer und neigt zu Falten. Mit dem Einsatz von Fillern kann dieser Vorgang umgekehrt werden (...).

 

Filler sind natürliche Substanzen (langkettige Zuckermoleküle), welche ins Gewebe gespritzt werden, um dort einen im Rahmen des Alterungsprozesses erlittenen Substanzverlust zu korrigieren. Filler aus Hyaluron haben sich wegen ihrer Wirksamkeit und Verträglichkeit gegenüber anderen Stoffen etabliert und werden zum “Auffüllen” von Falten oder in Gelenken bei Arthrose verwendet. Hyaluronsäure ist ein nicht-permanenter Filler, welcher vom Körper nach einer gewissen Zeit wieder vollständig abgebaut wird, im Regelfall innerhalb von 6 bis 24 Monaten.

- Falten ausgleichen, Konturen betonen und Hautqualität verbessern -

Filler Hyaluronsäure (Disaccharid)

Hyaluronsäure stellt einen wichtigen Bestandteil unseres Bindegewebes dar. Sie besitzt die Fähigkeit, sehr große Mengen an Wasser zu binden (bis zu sechs Liter Wasser pro Gramm).

Die Hyaluronsäure ist Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit und wirkt als Schmiermittel bei allen Bewegungen. Auch ist sie für die Wasserbindung im Auge am Glaskörper essentiell. Daher ist es vernünftig, nur Filler mit Hyaluronsäure für einen Volumsverlust im Gesichts zu spritzen. Man unterteilt sie in kohäsiv (dickflüssig) und dispersiv (dünnflüssig).

 

Je kohäsiver (höherer Vernetzungrad der Zückermoleküle), desto geringer die Wasserbindung und desto länger die Verweildauer im Gewebe!

 

Die natürliche Biosynthese im menschlichen Körper geschieht nicht im endoplasmatischen Retikulum oder im Golgi-Apparat, sondern von integralen Membranproteinen an der Zellmebran selbst.

 

Künstlich gewinnt man Hyaluronsäure aus gezüchteten Bakterienkulturen. Anschließend wird die so entstandenen Hyaluronsäure je nach Gebrauch verändert (köhasiv vs. dispersiv).

Einsatzmöglichkeiten von Fillern im Gesichtsbereich

Filler eigenen sich besonders zur Unterspritzung von tiefen Falten (z.B. Nasolabialfalte) wie auch zur Behandlung von kleinen, bereits fixierten Fältchen (z.B. Wangenfältchen, Lippenfältchen). Sie werden aber auch für den Volumenaufbau und zur Formgebung eingesetzt (Lippenkonturierung, Nasenbegradigung, Aufbau eingesunkener Wangen oder eingefallener Augenringe, Begradigung der Unterkieferlinie bei Hängebäckchen). Eine neuere Anwendungsform von Hyaluron findet sich bei der sogenannten Hydrationstherapie; bei dieser wird Hyaluron zur Wiederherstellung des Feuchtigkeitsgleichgewichts in der Haut grossflächig verteilt.

Die Kombination von Botulinumtoxin A und Hyaluronsäure ist eine sehr gute Möglichkeit der Anit-Aging-Medizin.

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© Arno Benedikt Sailer